Wie die meisten Gemüse stammt auch der Mangold aus dem Mittelmeerraum. Seit dem 13. Jahrhundert ist er auch in Deutschland heimisch. Die großen dunkelgrünen krausen oder glatten Blätter sind Gänsefußgewächse, zu denen auch die Rote Bete oder die Zuckerrübe gehören. Mangold hat aber nicht viel mit diesen beiden Verwandten gemeinsam. Er wird in deutschen Küchen wie Spinat verarbeitet. Viele Jahre lang war Mangold in Vergessenheit geraten, gewinnt aber inzwischen immer mehr Liebhaber. Zwar machen die Blätter etwas Arbeit, weil sie etwas unhandlich und manchmal sandig sind. Aber schließlich entlohnt das Gemüse mit einem herrlich aromatischen, etwas herben Geschmack, ungeahnter Vielseitigkeit und reichlich Vitaminen und Mineralstoffen. So ist der Gehalt an Kalium und Kalzium enorm. Auch zur Versorgung mit Eisen trägt Mangold in hohem Maße bei. Außerdem ist Mangold eine gute Vitamin-A- und Vitamin-C-Quelle. Mangold ist der neue Star am "Gemüsehimmel". Wegen seiner großen Blätter eignet er sich hervorragend zum Füllen oder als Wickel. Dabei verträgt sich das Gemüse mit Fleischfüllungen genauso gut wie mit Farcen auf Getreidebasis. Die Stiele benötigen übrigens eine etwas längere Garzeit als die Blätter. Bei der Zubereitung von Mangold als Beilage sollte das berücksichtigt werden.