
Der Organismus hat jahrtausendlange Erfahrungen gespeichert. Die „gute Butter“ war stets knapp. Getreideprodukte, Beeren, Obst und Gemüse standen am Speisezettel unserer Vorfahren.Und das sind vorwiegend stärkehaltige Produkte, die unter dem Sammelbegriff Kohlenhydrate zusammengefasst werden. Auf diese Energiequellen ist der menschliche Körper gut trainiert. Die Größe des Magens, aber auch die Länge des Darms hat sich auf diese Energiequellen ausgerichtet. Zusätzlich sind das Hunger- und Sättigungsgefühl eng an die Kohlenhydrate gekoppelt.
Auch wenn viele den Eindruck haben, dass fettes Essen besonders satt macht, dies gehört zu den großen Essirrtümern. Die Kohlenhydrate werden auf der Stelle zur Deckung des laufenden Energiebedarfs verbrannt. Überschüssige Fettkalorien dagegen gehen - Bewegungsmangel vorausgesetzt - ohne größere Umbauarbeit sofort in die Fettdepots, wo sie sich als unschöne Pölsterchen ablagern.
Ballaststoffe wurden früher für unnötigen Ballast gehalten, daher auch ihr Name. Heute müssen sie um ihren guten Ruf nicht mehr kämpfen. Ballaststoffe aus Getreide, Hülsenfrüchten,Obst und Gemüse regulieren die Verdauung und wirken positiv auf dasHerz-Kreislauf-System.
Steig um! Langsam! Ersetze Weißbrot gegen Vollkornbrot, aber trinke auch ausreichend dazu. Wasser ist notwendig, damit es durch die ballaststoffreiche Kost nicht zu Verstopfung oder Blähungen kommt!
Lösliche Ballaststoffe, wie etwa Pektin, sind deine Gesundheitspolizei im Kampf gegen die Blutzuckerkrankheit. Die in Obst und Gemüse, Haferprodukten und Kartoffeln vorkommenden löslichen Ballaststoffe können die Blutfettwerte und den Cholesterinspielgel senken. Durch das Bindungsvermögen löslicher Ballaststoffe wird auch der Anteil krebserregender Stoffe im Dickdarm verringert.Also sind sie so eine Art Müllabfuhr!
Unlösliche Ballaststoffe, vorrangig aus Vollkorngetreide, quellen im Magen-Darm-Trakt auf und sättigen auf diese Weise gut und lange.
Das erforderliche längere Kauen ballaststoffreicher Nahrung beschleunigt zudem das Sättigungsgefühl.
Kurz und gut: Ballaststoffe halten dich gesund, du bist mit weniger satt und zudem auch noch lange!
Also her mit den Ballaststoffen!